Nottulner Liberale trafen sich am Dreikönigstag
Alle Jahre wieder und so auch jetzt in diesem noch jungen Jahr 2026 trafen sich Nottulns Liberale im Rahmen ihres traditionellen Dreikönigstreffen zu einem Gedankenaustausch über das lokale politische Geschehen im Bund, Land und der Gemeinde Nottuln. Der Ortsverbandsvorsitzende Markus Wrobel bedauerte in seinem Jahresrückblick das Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag und betonte die Notwendigkeit der Stimme der Freien Demokraten, gerade vor dem Hintergrund der denkwürdigen Schuldenpolitik der derzeitigen Regierung. Die Wirtschaftswende, die notwendige Entbürokratisierung und die Stärkung für den Wirtschaftsstandort Deutschland ohne eine maßlose Verschuldung waren schon in der Ampelkoalition Forderungen der FDP, die mehr verteufelt als gehört wurden. Versäumnisse einer geordneten Finanzpolitik sieht Wrobel auch bei der Landesregierung. Und letztendlich sind es die Kommunen, die mit wachsenden Schulden fertig werden müssen. Die Grundsteuerreform hat auch in Nottuln mit einer schwer zu vermittelnden Anhebung der Hebesätze ihren Teil zur Unzufriedenheit beigetragen.
Die Nottulner Liberalen haben in 2025 Akzente im Gemeinderat gesetzt. Gemeinsam mit CDU und den Grünen konnten die Bemühungen des Bürgermeisters zur Schaffung von Wohnbauland und Gewerbegebietserweiterung unterstützt werden. Im Bereich der Bildung wurde mit der Stimme der Nottulner Liberalen Investitionen auf den Weg gebracht, die die Zukunft unserer Schullandschaft fördert.
„Bei all den Bemühungen um Investitionen in unsere Infrastruktur dürfen wir aber nicht den Blick auf eine solide Finanzbasis verlieren“, ergänzte der Fraktionsvorsitzende Helmut Walter die Ausführungen von Markus Wrobel. Der Haushalt für das Jahr 2026 offenbart eine gravierende Finanzlücke. Da reicht es nicht über die Förderung neuer Windenergieanlagen mit der Aussicht auf finanziellen Ausgleich zu debattieren. Wir müssen uns auch die Frage stellen, ob wir alle Projekte, die den verschiedensten Interessen zu Gute kommen sollen, wirklich leisten können. Diese Frage wird auch von der FDP in die laufende Debatte zum Haushalt 2026 aufgeworfen werden. Ähnliche Fragen und Herausforderungen sieht auch der FDP-Kreisvorsitzende Sebastian Loest aus Dülmen für den Kreis Coesfeld und den LWL. Im Rahmen seiner Grußworte stellte er die Frage: „Was können wir uns wirklich leisten und worauf muss, auch zum Wohle der Städte und Gemeinden, verzichtet
werden, statt die Kommunen immer weiter zu belasten?“
Dieses Dreikönigstreffen der Nottulner Liberalen diente auch der Gemeinsamkeit und Stärkung der liberalen Basis. Es wurde intensive Gespräche geführt und Meinungen ausgetauscht, die den Abend auch kurzweilig und mit Unterstützung der Küche vom Gasthaus Stevertal genüsslich auslaufen ließen.